Leon - unser Spendenkind 2021 aus Obertraubling

leon joelUnser kleiner Leon-Joel ist am 22. Mai 2018 geboren und hatte schon am Anfang ein paar Startschwierigkeiten. Als er auf die Welt kam, hat er leider nicht geschrien und anscheinend keine Luft bekommen, zum Glück hat er da schon so toll gekämpft und es schien soweit alles gut zu sein.

Seine ersten 4 Lebensmonate waren trotzdem nicht leicht, er litt unter extremen Koliken und hatte daher große Schwierigkeiten in den Schlaf zu finden. Zum Glück besserte sich das ganze nach einigen Monaten und er war ein sehr lebensfrohes Kind, wir feierten seinen 1. Geburtstag und es schien ihm sehr gut zu gehen.

Genau 4 Wochen nach seinem 1. Geburtstag am 22. Juni 2019 änderte sich dann aber alles, Leon wollte nicht mehr essen, war sehr blass und war nur noch am schlafen. Ich wusste es stimmt etwas nicht und wir fuhren in die Notsprechstunde der Hedwigsklinik in Regensburg. Es wurde Blut abgenommen und sofort war klar, dass etwas nicht stimmt. Am selben Abend in der Kinder Onkologie in Regensburg bekamen wir dann die Diagnose Leukämie.

Da brach erstmal unsere Welt zusammen, aber Leon kämpfte sich von einem Chemoblock zum nächsten, er war sehr tapfer. Für ihn war das Krankenhaus sein zweites Zuhause. Trotz allem war er immer ein fröhliches Kind und wollte die Welt für sich entdecken, er scherzte mit Ärzten und Schwestern und hatte so gut es ging für jeden ein Lächeln parat.

Die Chemo hat zum Glück gut angeschlagen und Leon landete in der mittleren Risikogruppe und brauchte daher keine Stammzellentransplantation. Wir mussten den weiteren Verlauf einfach abwarten.

Irgendwann brauchte ich die volle Unterstützung von meinem Mann, er verlor dadurch seine Arbeit und auch finanziell war es dann schwierig. Im Vordergrund stand aber immer, dass unser kleiner Kämpfer einfach nur gesund wird. Wir haben viel von Leon in dieser Zeit gelernt.

Der letzte Chemoblock hat ihn leider sehr mitgenommen, geplagt von schlimmen Wassereinlagerungen, Schmerzen, hohem Fieber und Abgeschlagenheit. So schlecht es ihm auch ging, er hat die Intensivtherapie geschafft und befindet sich seit Mai 2019 in der Erhaltungstherapie, bekommt seine Medikamente zu Hause und muss regelmäßig zur Nachsorge, es geht ihm soweit gut.

Die Zeit ging nicht spurlos an uns vorbei, trotzdem versuchen wir positiv zu denken und hoffen dass es die nächsten 5 Jahre nicht zu einem Rückfall kommt. Wir sind sehr stolz auf Leon, er hat sich trotz allem normal entwickelt und genießt einfach nur das Leben.

 

Fynn - unser 2. Spendenkind 2021

leon joelFynn wurde am Freitag, den 17.09.2010 um 03:40 Uhr geboren. Er hatte trotz meiner Trennung von seinem Vater vor 6 Jahren eine unbeschwerte Kindheit.

Bis zum 29. Mai 2020...
Wir mussten aufgrund einer schnellwachsenden ''Beule'' an seinem Hals nach Regensburg in die KUNO. Nach einem stundenlangen Aufenthalt in der Tagesklinik, Gesprächen mit Ärzten und Ultraschalluntersuchungen der erste Schock: es könnte Krebs sein. Wir wurden in die Hedwigsklinik überwiesen, um dort eine Biopsie durchführen zu lassen..

Am Mittwoch, den 10.06.2020 also fuhren wir zu dem Termin in der Hedwigsklinik, mit einer Tasche für uns beide, schließlich kommen wir ja am Abend wieder nach Hause, dachten wir.

Aus den angesetzten 20 Minuten, die die OP dauern sollte, wurden beinahe eineinhalb Stunden. Dann endlich wurde ich in den Aufwachraum zu meinem Sonnenschein gerufen. Das Gewebe, das entfernt werden musste, war zu verwachsen und es kam sehr viel Flüssigkeit, weswegen wir ''eine Nacht'' zur Beobachtung bleiben sollten. OK, eine Nacht schaffen wir locker.

Nicht ganz drei Stunden nach der OP kam der operierende Arzt zu uns auf's Zimmer und riss mir mit nur einem Satz den Boden unter den Füßen weg. "Dem Schnellschnitt zufolge hat Fynn Lymphdrüsenkrebs." Wir mussten gleich am nächsten Tag wieder zurück in die KUNO, station 83, KinderOnko.

Gut eineinhalb Wochen später dann die endgültige Diagnose: Lymphoplastisches T-Zell-Lymphom, bösartiger Lymphdrüsenkrebs. Unser Leben war von einer Sekunde zur nächsten komplett auf den Kopf gestellt. Fragen über Fragen, warum? Woher? Wieso mein Junge, er war doch erst 9 Jahre alt und immer quicklebendig & kerngesund.

Und so pendeln wir nun seit Donnerstag, dem 11.06.2020 - mittlerweile fast 10 Monate - immer wieder zwischen zuhause und Station 83 hin und her. Wenn alles gut geht und wir nicht wieder vom Fieber aufgrund der ambulanten Chemo ausgebremst werden, dann hat Fynn am Donnerstag diese Woche die Intensivtherapie endlich hinter sich gebracht.