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Sie hat gegen den Krebs gekämpft wie eine Löwin

– letztlich umsonst. Die kleine Selina Luft aus Grafenau ist am Montag im Kreise ihrer Familie friedlich eingeschlafen. Im ganzen Grafenauer Land löste diese Nachricht tiefe Trauer aus.

Das Schicksal der Siebenjährigen hatte nach Bekanntwerden das ganze Grafenauer Land bewegt. Eine Welle der Hilfsbereitschaft bewegte die Region. Spenden wurden gesammelt, Benefizaktionen veranstaltet – um die Familie zu unterstützen und die aufwendigen Behandlungen und Fahrten ins Uniklinikum nach Regensburg zu finanzieren.

Letztlich war alles umsonst, wie sich nun herausstellte.

(Quelle: Grafenauer Anzeiger)

 

Wir möchten hinzufügen: es war nicht alles umsonst! Es war nicht umsonst, die Familie Luft in dieser schweren Zeit zu unterstützen.

 

Sterbebild-Selina

 

 

 

 


 

 

Spendenübergabe an Familie Luft

Vor kurzem übergab Ludwig Schiller von den Radfreunden Straßkirchen den Spendenscheck in Höhe von 2000,-- € an Familie Luft aus Grafenau. Ludwig Schiller unternimmt jedes Jahr an Pfingsten ein Spendenmarathon in Form eines Radmarathons nach Altötting und zurück, der ein großes Ziel vor Augen hat: die Unterstützung von krebskranken Kindern und ihren Eltern! Dieses Jahr wurde Tanja und Benjamin Luft aus Grafenau mit der schwerkranken 7-jährigen Selina (Bild Mitte) unterstützt, die einen der schwersten und schlimmsten Tumorarten hat, die es gibt.

Spendenuebergabe

Am 25. November 2012 brach eine schlechte Nachricht nach der anderen auf die Familie herein, ein Tumor drückt bei Selina auf das Stammhirn. Im Krankenhaus Regensburg trauten sich sogar die Spezialisten da nicht ran! Mit Bestrahlung und Chemotherapie in möglichst zielgerechter Form wurde Selina behandelt, mit dem Erfolg, dass sich der Tumor zurzeit ein wenig zurückgebildet hat. Selina ist tapfer sagten die Eltern, Selina hat Power und Lebensfreude und das sah auch Ludwig Schiller so. Tanja und Benjamin Luft bedankten sich mit einigen Tränen bei Ludwig Schiller und sagten "es ist schön, wenn kranken Kinder mit ihren Eltern so geholfen, wird wie es Ludwig Schiller macht". Auch nächstes Jahr wird Ludwig Schiller mit seinem Team an Pfingstsonntag die Benefizaktion unternehmen und es wird eventuell sogar ein „Promi„ bei dieser Aktion mitmachen. Die Verhandlungen hierzu laufen zurzeit sagte der „Chef„ Ludwig Schiller!

 


 

Unser Spendenkind 2013 - Selina aus Grafenau

Es ist ein Idyll, ein kleiner Reiterhof zwischen Grüb und Schildertschlag bei Grafenau. Da sind Katzen, Hund, Pferd und drei Rinder im Stall. Die drei Kinder der Familie Tanja und Benjamin Luft können frei herumtoben. Gleich daneben lockt der Wald als Abenteuerspielplatz. Im April soll noch ein kleines Brüderchen zu Julian (11), Michael (9) und Selina (7) dazu kommen. Das Glück könnte perfekt sein.

Das ist es aber nicht.

selinaSeit dem 25. November 2012 bricht eine schlechte Nachricht nach der anderen auf die Familie herein. Erst dachten Tanja und Benjamin noch, Selina hätte sich eine ulkige Grimasse ausgedacht. Die Siebenjährige ist ein echtes Energiebündel. Immer auf Trab, immer für einen kleinen Blödsinn zu haben; wie Kinder so sind.

Aber die etwas hängende rechte Gesichtshälfte war kein Scherz. Der erste Verdacht, die Folge eines Zeckenbisses oder eine Gehirnschwellung nach einem Sturz ein paar Tage zuvor bestätigte sich nicht. Die Überweisung ins Kinderklinikum nach Passau erbrachte die Ernüchterung wie einen Schlag in die Magengrube:

Ein Tumor drückt bei Selina auf das Stammhirn.

Dort liegt die Steuerung für die direktesten Vitalfunktionen. Und das ist das große Problem. Mit dem Skalpell trauen sich selbst die Spezialisten in Regensburg derzeit da nicht ran. Deshalb gibt es derzeit eigentlich nur eine Chance: Bestrahlung und Chemotherapie in möglichst zielgerichteter Form. Die Hoffnung, der Tumor solle sich soweit zurückbilden und abkapseln, dass er schließlich vielleicht doch entfernt werden kann.

 

Am 2. Januar ging es los. Dann wird vermutlich auch ein mehrmonatiger Leidensweg eingeschlagen werden müssen, dessen Belastungen groß und dessen Ausgang dennoch mehr als ungewiss ist. Die Ärzte sagen nicht gerne, wie es um Selina steht. Man muss auch positiv denken. Selina ist ein Stehaufmädchen. So viel ist klar: sie hat die Power, das durchzustehen. Sie sagt selber, warum sie denn jetzt schon wieder nach Regensburg müsse, wo ihr doch gar nichts mehr fehle. Das ist ein gutes Zeichen. Die Ärzte sagen auch: selbst wenn es ein kritischer Fall ist, selbst wenn die Chancen aus medizinischer Sicht nicht rosig sind. Selina ist tapfer, Selina hat Power und Lebensfreude. Das zählt vielleicht am meisten, damit sie es packen kann.

 

Zusätzliche Informationen