2023: Unterstützte Kinder & Eltern

 

Angst beginnt im Kopf – Mut auch

drache burg„Die Welt und das Leben zu lieben, auch unter Qualen zu lieben, jedem Sonnenstrahl dankbar offenzustehen und auch im Leid das Lächeln nicht ganz zu verlernen.“ Das ist ein sehr schönes Zitat von Hermann Hesse - doch wie soll das gehen in einer Zeit, welche von Hoffnungslosigkeit, Angst und Sorge geprägt ist? Ein Blick auf die betroffenen Kinder öffnet die Augen und zeigt den einzig möglichen Weg. Dank ihrer ausgeprägten Phantasie bezwingen sie übernatürliche Ungeheuer und haben dabei einen Überlebenswillen, der seinesgleichen sucht. Genau diese Vorstellung gilt es zu stärken. Die mutigen Kämpfer*innen haben sich das Rüstzeug bereits angelegt – jetzt ist es an uns, Ihnen den notwendigen seelischen Beistand und die mentale Stärke zu geben.

Wir können ihnen den Platz an vorderster Front nicht abnehmen, aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass sie den erforderlichen Rückhalt bekommen. Durch die großzügigen Spenden dürfen wir vom Sternenfahrer e.V. zusammen mit der Kinderkrebshilfe Dingolfing-Landau-Landshut dieses Weihnachten ganze drei Familien aus der direkten Umgebung für deren weiteren, steinigen Weg wappnen. Wenn, wie bei der ersten Familie der Fall, die Einnahmequellen plötzlich komplett wegbrechen, weil das am Non Hodgkin-Syndrom leidende Kind erneut alle zur Verfügung stehende Manpower braucht, bedarf es einer alternativen Geldquelle. Analog der Phantasiewelt der Kinder, sind auch die realen Gegner in den unterschiedlichsten Ausprägungen vorhanden. Ein kleiner Leukämie-Ritter aus Dingolfing braucht gerade besonders viel Mut, da er zeitgleich gegen mehrere Angreifer antreten muss: die panische Angst vorm Gegenüber, egal ob Freund oder Feind, erschwert seine Ausgangslage immens. Dadurch bedingte körperliche Blessuren schmerzen und behindern ihn zudem in seinem eigentlichen Kampf. Nicht nur ihm, sondern auch seiner schwangeren Mutter, dürfen wir zu Weihnachten eine besondere Freude bereiten. Die restlichen Spenden gehen ins nahegelegene Rinchnach und bilden die Basis für den Schutzpanzer eines 16-jährigen Mädchens, welches in der nächsten Chemo-Runde gegen das Ewing Sarkom möglicherweise Körperteile opfern muss. Doch Aufgeben ist für die tapferen Ritter keine Option – auch mit Tränen in den Augen stehen sie immer wieder auf und sagen mit einem Lächeln "Es geht mir gut". Weiterkämpfen. Weitergehen. Hoffen. Im festen Vertrauen auf eine sie bedingungslos liebende und auffangende Rückendeckung.

Text: Felicitas Kistler